Christian de Chergé war Prior der Mönche von Tibhirine, eines Zisterzienserklosters im algerischen Atlasgebirge. In den unruhigen Zeiten in Algerien wurde er 1996 mit sechs weiteren Brüdern ermordet. Durch die Begegnung mit dem befreundeten Moslem, Mohamed, erhält Christian de Chergé seine Berufung Mönch in Algerien zu werden, im Schmeltztiegel der Begegnung mit dem Islam. Bei einem feindlichen Zusammmenstoss, während des Algerienkrieges hat ihn Mohamed, unter Einsatz seines Lebens, gerettet. Dies ist ein entscheidendes Ereignis in seinem Leben. Er hört dadurch den Ruf, sich an dieses Volk in Algerien zu binden. Mit seinen Mönchsbrüdern möchte Christian de Chergé „beten mitten unter anderen Betenden“, mit seinen moslemischen Nachbarn und Freunden, mit denen er sein Alltagsleben teilt. Von diesen Erfahrungen ausgehend, entwickelt Christian de Chergé einen orginellen theologischen Gedanken. Christian Salenson ist mit den Schriften von Christian de Chergé vertraut und lädt uns ein, in die Orginalität des Lebens und der Gedanken von Christian de Chergé einzutreten. Er teilt uns seine intime Überzeugung mit: dieses kleine, prekäre Kloster in einem erstickenden Algerien ist ein Zeichen des Geistes für uns alle, in der heutigen Zeit.